Ein enger, vertrauenswürdiger Partner ist das Element, das Forscher am meisten mit dem Wohlbefinden in einer Studie nach der anderen über die Vorteile von Intimität in Verbindung bringen. Ein Schlüssel ist häufige partnerschaftliche sexuelle Aktivitäten aller Art (minus Geschlechtsverkehr zwischen Penis und Anal). Laut Forschern kann „eine häufige physische Verbindung mit einem Partner das Gefühl emotionaler Zufriedenheit fördern, unabhängig von der tatsächlichen Aktivität“.
In der heutigen Welt mit ihrem scharfen Fokus auf sofortige Befriedigung und sofortigen heißen Sex kann Intimität zum versteckten Opfer werden. Mit der sofortigen Verfügbarkeit von kostenlosen Apps wie Tinder und Grindr ist die Anschlusskultur die neue Norm für viele weitere Personen. Ständige Neuheit per Mausklick oder Wischen. Jeder potenzielle Partner fühlt sich für unser primitives Gehirn wie eine aufregende Gelegenheit. Selbst ein wirklich gutes Date kann eine Sackgasse sein, wenn einer der Partner glaubt, dass es gleich um die Ecke jemanden gibt, der besser ist. Dies kann zu einer hohen Abwanderung im romantischen Leben eines Menschen führen.
Bei der Erforschung der Vorteile von Intimität wies ein anderes Team von Sexualwissenschaftlern darauf hin, dass „guter Sex“ nur sehr wenig mit einer ordnungsgemäßen physiologischen Funktion (z. B. Erektion, vaginale Lubrikation, Geschlechtsverkehr, Orgasmus) zu tun hat. Sie kamen zu dem Schluss: „Die eigentlichen sexuellen Verhaltensweisen und Handlungen sind weit weniger wichtig als … die innere Einstellung und die Absicht.“
Wissenschaftler beginnen allmählich zu verstehen, warum intime Beziehungen so vorteilhaft sind. Vor allem reduzieren sie Stress. Oxytocin wird mit zärtlicher Berührung und emotionaler Bindung in Verbindung gebracht. Könnte es einige der Vorteile von Paarbeziehungen erklären? Auch das Interesse an der Verwendung von Oxytocin als mögliche Behandlungsmethode für Alkohol- und andere Substanzkonsumstörungen wächst.
Studien zur Bewertung psychologischer Variablen
